Warum riechen Bücher eigentlich so verschieden?

Für einen Buchliebhaber gibt es wohl nichts schöneres, als den Duft eines guten Buches.

Viele unter uns lieben es zum Beispiel, an einem neuen, gerade aus der Einschweißfolie befreiten, Buch zu „schnuppern“. Oder den Duft der älteren Bände, wenn sie ein Antiquariat betreten.

Viele beschreiben diesen Geruch mit einem Blätterwald oder sogar dem, eines Wasserfarbmalkastens ähnlich.

Dann gibt es wieder solche Menschen, denen das „schnuppern“ überhaupt nicht liegt. Für sie sticht hier einfach die chemische Note zu sehr hervor, also z.B. der Leim.

 

„Der Geruch eines frischen Buches ist betörend wie ein Rauschmittel.“
– Zitat: Steidl

 

Und das ist gar nicht mal so falsch. Denn der Geruch von Büchern hängt eng mit der Beschaffenheit des Leims zusammen. Hier unterscheiden sich 2 verschiedene Arten von Gerüchen:

Zuerst hätten wir da den noch sehr künstlichen Geruch, wenn man ein neues Buch aufschlägt. Dies kommt daher, dass verschiedene künstliche Hilfsstoffe das Papier weicher und glatter machen.

Im Vergleich zum gedruckten Belletristik Roman riechen Bildbände allerdings noch viel mehr nach Chemie. Durch das Verfahren zur Herstellung dieser Hochglanzseiten kann man dies nicht mehr mit einem „normalen“ Blatt Papier vergleichen. Die Naturbelassenheit ist hier fast gar nicht mehr vorhanden.

Den zweiten Geruch finden wir eher in Antiquariaten, wo ältere Bücher gelagert werden. Dies liegt daran, dass bis 1990 Papier „sauer“ geleimt wurde. Dieser saure Leim greift die Fasern des Papiers nach und nach an. Somit entsteht ein säuerlicher Geruch, ähnlich dem Geruch von Essig. Seit 1991 wird die Leimung allerdings mit PH-neutralem Leim durchgeführt.

 

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Ich persönlich finde, das auch gebundene Ausgaben einen anderen Duft entwickeln, als z.B. Taschenbücher.
Ist euch das vielleicht auch schon einmal aufgefallen? Und habt ihr eine Idee, diese Gerüche in Worte zu fassen?

Ich kann da wirklich nur für mich sprechen – aber ich verbinde den Geruch von Büchern meist mit einer Art „Vorfreude“ oder einem „Eintauchen“. Man kann es wirklich sehr schwer beschreiben.

Aber warum sind einige so „anfällig“ für diesen (für mich) so unwiderstehlichen Geruch und andere überhaupt nicht?

Schreibt mir doch mal eure Ansichten in die Kommentare. Ich würde mich sehr über einen Austausch mit euch freuen 😉

 

Eure Nadine
WortKunstSalat

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4 Gedanken zu „Warum riechen Bücher eigentlich so verschieden?

  1. Jaaaa, ich kenne den Geruch! Und er ist für mich (nach der Story natürlich) das allerwichtigste überhaupt. Meiner Meinung nach riechen neue Bücher noch besser als alte….. Das in Worte zu fassen ist natürlich gar nicht leicht. Aber ich würde den Geruch von Papier immer nur als „frisch“ bezeichnen, wenn man gleichzeitig noch die kühlen Seiten an seiner Haut spürt. Aber ich finde, amn kann und sollte den Geruch mit nichts anderem vergleichen. Er ist eben einzigartig.

    Ich habe mich rieesig über diesen Beitrag gefreut, wirklich eine gute Idee.

    Liebe Grüße

    Lili

    1. Hallo Lili,
      das der Geruch „frisch“ ist stimmt auf jeden Fall, daß finde ich auch 🙂
      Freut mich total, dass dir der Beitrag so gut gefallen hat 🙂
      Danke, für deinen lieben Kommentar.
      Liebe Grüße
      Nadine

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