Montagsmüdigkeit – Warum ist das so?

Der Start in die Woche ist immer gut für ein spontanes Gähnen. Und dann schmerzt auch noch der Rücken, die Augen jucken, der Kopf dröhnt. Dabei konnte man doch am Wochenende richtig ausschlafen. Was ist nur mit diesem verflixten Montag los? Der Wecker quäkt seine teuflische Melodie, ein Sonnenstrahl ist noch lange nicht in Sicht. Sich am Montagmorgen aus dem Bett schälen zu müssen, ist zutiefst ungerecht. Den ganzen Tag geht es so weiter: Man nickt beim Müsli-Kauen ein, schnarcht im Unterricht oder bei der Arbeit, hängt auf der Arbeit wie ein nasses Handtuch. Gerade im Handwerk muss man meist gegen 6:30 Uhr aus der Koje, weil die Arbeit schon um 7:30 beginnt – darunter leidet auch die Konzentration.

Der Montags-Hangover leuchtet nicht ein. Wenn das Wochenende schön erholsam war, müsste man danach zur Höchstform auflaufen – und doch macht sich Lethargie breit. Zum einen gibt unsere Gesellschaft einen siebentägigen Schlafzyklus vor. Zum anderen scheint er auch unabhängig davon in unserem Körper zu schlummern. Der Mensch hat sich an diesen Rhythmus gewöhnt. Von Montag bis Freitag wird gearbeitet, die Schulbank gedrückt oder studiert – und

„während der fünf Werktage bauen die meisten ein Schlafdefizit auf“,

sagt Tietze.

Für die meisten sei sechs Stunden Schlaf pro Nacht das Minimum, die „Wohlfühlschlafmenge“ des Durchschnittsdeutschen liege sogar bei 7,2 Stunden, doch die schaffen wir unter der Woche kaum.

Auf Dauer tut das dem Körper nicht gut. Also steht am Wochenende Ausschlafen auf dem Programm – also ratzen bis zum Mittag. Der Abbau des Schlafdefizits gelingt auch oft. Am Ende des Wochenendes sind wir weniger müde als sonst. Das fühlt sich zuerst prima an, hat aber am Montag Folgen: Durch die fehlende Müdigkeit schläft man Sonntagabend schlechter ein und wacht nachts öfter auf. Durch den zerhackten Schlaf ist der Erholungsfaktor dann schnell wieder dahin. Ein Rezept gegen das Montagstief gibt es nicht – damit müssen wir wohl leben. Am Sonntag früh aus dem Bett zu hüpfen bringt sogar mehr Schaden, als bis in die Puppen zu schlafen. Man fühlt sich dann meist noch kaputter. Tja, was man macht, macht man falsch…

Ach übrigens:
 Keiner ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.

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