[Buch-Rezension] „Infernale 2: Rhapsodie in Schwarz“ von Sophie Jordan

Klappentext:

Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben

ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los…  [Quelle: Amazon]

 

Hier habt ihr meinen Salat:

Schon länger habe ich gespannt den letzten und finalen Band von „Infernale“ erwartet. Daher kam ich gar nicht drum herum, ihn mir direkt am Erscheinungstag in der Buchhandlung meines Vertrauens zu kaufen. Das war vielleicht ein Akt sage ich euch. Ich war direkt früh morgens dort und die Kisten waren alle noch gar nicht fertig ausgepackt. Somit musste die arme Buchhändlerin für mich das halbe Lager durchsuchen. Sie hatte schon fast aufgegeben, als wir das Buch dann doch schon eingeräumt im Regal entdeckten. Augen auf beim Eierkauf sag ich da nur. Ist ja nicht so, das wir zu dritt schon mindestens 3 Mal in diesem Regal gesucht hatten.
Aber was lange wird, wird bekanntlich ja gut. So dachte ich zumindest.

 

Ich habe mit dieser Rezension ziemlich lange gebraucht und habe sie immer weiter vor mir her geschoben. Denn wenn ich von einem ersten Teil so dermaßen begeistert bin, wie es bei „Infernale“ der Fall war und mir sogar schon selbst ausgemalt hatte, wie diese Story weiter gehen könnte, ist es nur umso enttäuschender, wenn daraus dann nicht mal ansatzweise das gemacht wird, was drin gewesen wäre.
Was ein Satz! 😀 Aber ich denke, ihr versteht schon was ich meine. Das Potential dieser Geschichte war so unglaublich hoch und das Ende des ersten Teils so unglaublich offen, das der letzte Teil wirklich ein unglaublicher Knaller hätte werden können. Aber hätte, hätte, Fahrradkette – oder wie sagt man so schön.

 

Unfähig, ihn länger zu betrachten, unfähig, die Erinnerung länger zu ertragen, wende ich mich ab.
Denn das ist Sean für mich geworden. Eine Erinnerung an den schlimmsten Moment meines Lebens. Ich bereue es nicht, ihn verschont zu haben. Trotzdem ändert das nichts daran, dass ich jetzt eine Mörderin bin.

– Seite 12

 

Für mich gab es in den letzten Monaten wirklich fast nichts Enttäuschenderes, als dieser finale Band. Ich weiß, ich reite da jetzt sehr drauf herum. Aber ich möchte dies hier wirklich verdeutlichen!

 

Mal davon abgesehen, das mir unsere liebe Davy immer mehr und mehr und mehr auf die Nerven ging. Ich kann schon nicht verstehen, das man innerhalb 2 Bänden dieser Protagonistin schon den dritten Kerl auf´s Auge drückt. Warum muss so etwas sein? Und jeden liebt sie ja sooooo innig. Ok, sie ist jung. Und wenn man jung ist, verliebt man sich vielleicht schon mal etwas öfters. Aber Davy wurde so naiv-dumm dargestellt und ich kann gar nicht zählen, wie oft ich nicht nur mit den Augen gerollt habe, sondern mich richtig darüber geärgert habe.

 

Jetzt fragt ihr euch sicher: „Warum dann also trotzdem noch 3 Sterne?“
Ganz einfach. Der Schreibstil von Sophie Jordan ist wirklich weiterhin auf dem gleichen Niveau geblieben und ist wirklich spitzenklasse. Da kann ich nichts gegen sagen. Auch habe ich mich nicht das komplette Buch über geärgert oder gelangweilt. Klar, die Story hakt an manchen Ecken sehr und der Spannungsbogen ist jetzt auch nicht der Überflieger.

 

Aber es ist und bleibt trotzdem noch eine solide Leistung, auch wenn mir einfach die Charaktere und ein Teil der Story nicht mehr gefallen haben. Wenn ihr genaueres wissen wollt, lest es einfach selbst. Ich kann nicht sagen, das ich bereue es gelesen zu haben. Es war wirklich keine Zeitverschwendung. Ich habe diese Reihe somit für mich beendet und das gibt mir trotzdem noch ein gutes Gefühl.
Und außerdem: Meinungen sind natürlich ja auch verschieden. Gebt dem Buch einfach mal eine Chance 😉

 

Meine Bewertung: 

 

 

Hier geht´s zu meiner Rezension des ersten Teiles von „Infernale“

 

Weitere Rezensionen von Bloggern:
* Tintenhein

 

Die Autorin:

Sophie Jordan wuchs auf einer Farm in Texas auf und landete mit ihrer Firelight-Trilogie einen internationalen Bestseller. 2016 legt sie mit „Infernale“ den Auftakt einer packenden Liebesgeschichte vor, die durch geschickt platzierte gesellschaftskritische Anklänge zum Nachdenken anregt. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin mit ihrer Familie in Houston. [Quelle: Amazon]

Erscheinungsdatum: 13.03.2017
Verlag: Loewe
Seiten: 384
ISBN: 978-3785583692
Preis:  18,95 € (gebundene Ausgabe)

 

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

 

4 Gedanken zu „[Buch-Rezension] „Infernale 2: Rhapsodie in Schwarz“ von Sophie Jordan

  1. Liebe Nadine, ich habe Band 1 gelesen und geliebt! Schreibstil und Idee konnten mich überzeugen und ich wollte mir Band 2 kaufen. Allerdings machten sich immer mehr Stimmen laut, dass Band 2 enttäuschend ist. Deshalb werde ich das Finale nicht lesen, zumindest nicht sofort. Wenn die Charaktere sich negativ verändern und die die Umsetzung der tollen Idee gar nicht so toll ist, kann mich selbst ein guter Schreibstil mich nicht überzeugen. Schade, die Reihe hatte wirklich sehr viel Potenzial 🙁
    Liebe Grüsse, Julia

    1. Huhu liebe Julia,
      Ja da kann ich es sehr gut verstehen, das du es nicht mehr versuchen magst. Es ist wirklich ultra schade. Es hätte wirklich soooo gut werden können. Aber da muss man dann leider einfach nen Haken hinter machen 😔
      Viele liebe Grüße
      Nadine

  2. Hallöchen 🙂
    Also ich muss sagen, dass dieser zweite Teil für mich tatsächlich mal Zeitverschwendung war. Ich bin sonst nicht so rigoros, aber das war für mich einfach gar nichts. Es hatte meiner Meinung nach gar keine Handlung, sondern nur Geschmachte und auch das Ende hat mich nicht wirklich glücklich gemacht. Dafür, dass der erste Teil mich so begeistern konnte, hat mich der zweite einfach nur schwer enttäuscht.

    Liebst, Lotta

    1. Halli Hallo Lotta 🤗
      Ich kann es wirklich gut nachvollziehen, wenn du es so siehst. Ganz so extrem hab ich es nicht empfunden (wahrscheinlich, weil ich es unbedingt Lieben wollte), aber es ist wirklich nachvollziehbar. Und einfach nur total schade, wenn man an das Potential der Geschichte denkt.
      Naja, es sollte nicht so sein 😶
      Danke, für deinen Kommentar und viele liebe Grüße
      Nadine 😊

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