[Buch-Rezension] „Die Buchspringer“ von Mechthild Gläser

 

Klappentext:

Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste …
Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen?  [Quelle: Amazon]

 

Hier habt ihr meinen Salat:

„Die Buchspringer“ von Mechthild Gläser stand nun schon eine ganze Weile in meinem Regal. Immer wieder zog es mich zu diesem Buch hin. Ich habe dann aber tatsächlich sehr lange gebraucht, um es endlich mal in Angriff zu nehmen. Was bietet sich da besser an, als eine 5-wöchige Reha 😉

Wenn man dann mal bedenkt, wie VIIIELE tolle Bücher man noch ungelesen im Regal hat und was man in dieser Zeit alles an wundervollen Geschichten verpasst, ärgere ich mich noch mehr, so lange gewartet zu haben.

 

Aber nun mal endlich zum Buch:

 

Ich hatte mich extra im Vorfeld nicht zu dieser Geschichte informiert. Alles was ich wusste war, das es ein Buch über Bücher ist. Und solche Geschichten mag ich richtig gerne.
„Die Buchspringer“ entführt uns in eine Welt, die unserer sehr ähnelt. Allerdings gibt es zwei Familien, die noch die Gabe des „Buchspringens“ besitzen. Beide Familien sind durch ein früheres Ereignis nicht direkt „verfeindet“, haben aber ihre Probleme miteinander.

Und dann gibt es da noch Amy, die noch nie zuvor etwas von dieser besonderen Gabe gehört hat. Sie liest unglaublich gerne und viel, was sie mir natürlich direkt sympathisch macht 😉

 

„Meine letzten Zweifel lösten sich in Luft auf. Dies musste Oliver Twists Armenhaus sein! Ich kroch zwischen den Beinen hindurch und fand eine Stelle, an der ich mich hinauf auf eine der langen Bänke schieben konnte. Die Jungen waren inzwischen damit beschäftigt, Streichhölzer zu ziehen, und bemerkten mich nicht.“

 

Amy wird in ihrer Schule sehr gemobbt und reist daher mit ihrer Mutter, die an Liebeskummer leidet, auf die schottische Insel Stormsay, auf der ihre Großmutter lebt, die sie nie zuvor gesehen hat. Hier erfährt sie nach und nach mehr über ihre Gabe des „springens“ und taucht in die Welt der Bücher ein. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit „Die Buchspringer“ erschuf Mechthild Gläser eine wunderschöne Illusion der lebenden Buch-Figuren. Wir lernen die unterschiedlichsten Protagonisten aus den unterschiedlichsten Werken der Literatur kennen und stürzen uns mit Amy in so manches Abenteuer. Und „Oh mein Gott: SHERLOCK!“ 🙂
Es ist dennoch eine sehr leichte Story, die sich sehr einfach und schnell liest. Nicht zuletzt durch den wunderbar einfachen Schreibstil der Autorin. Ich konnte mich wirklich fallen lassen. Es war eine Geschichte, bei der ich mir nicht sofort denken konnte, wie es ausgeht. Das macht die Geschichte noch einmal besonderer. Leichte Abzüge gibt es dann leider doch, da ich zwischendurch ein paar Längen bemerkte, die man einfach hätte weglassen können.

Wenn ihr Bücher über Bücher so wie ich mögt, greift zu „Die Buchspringer“. Denn dann müsst ihr es einfach gelesen haben 😉

 

Meine Bewertung: 

 

 

Die Autorin:

Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren und hat Politik, Geschichte und Wirtschaft studiert. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie außerdem ab und an unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie liebt es, sich abstruse Geschichten auszudenken, und hat früh damit begonnen, sie aufzuschreiben. Inspiration dafür findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee. [Quelle: Amazon]

 

Erscheinungsdatum: 17.10.2016
Verlag: Loewe
Seiten: 384
ISBN: 978-3785585955
Preis:  17,95 € (gebundene Ausgabe)

 

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

 

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2 Gedanken zu „[Buch-Rezension] „Die Buchspringer“ von Mechthild Gläser

    1. Hallöchen liebe Anna,
      das geht mir genauso. Als Buchliebhaber sind so was mit die schönsten Geschichten 😊
      Freut mich, das die Rezension dich ermutigen konnte 😉
      Liebe Grüße
      Nadine

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