[Buch-Rezension] „Alles, was ich sehe“ von Marci Lyn Curtis

Klappentext:

Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann. [Quelle: Amazon]

 

Hier habt ihr meinen Salat:

In „Alles, was ich sehe“ geht es um Maggie, die durch eine Hirnhautentzündung Blind wurde. Sie kann sich so gar nicht mit ihrem schweren Schicksal abfinden und lässt sich dadurch ziemlich hängen. Bis sie auf den kleinen Ben trifft. Zunächst freundet sie sich hauptsächlich mit Ben an, weil sie seltsamer Weise ihn und einen Teil seiner Umgebung sehen kann. Aber je mehr Zeit sie mit Ben verbringt, desto mehr entwickelt sich zwischen den beiden eine tolle und Herz-erweichende Freundschaft.

Maggie ist so richtig schön sarkastisch. Sie macht keinen Hehl daraus, dass es sie total ankotzt, plötzlich nichts mehr sehen zu können. Mit dem Schicksal abfinden? Im Leben nicht. Vor allem, nachdem sie merkt, dass sie Ben sehen kann, erwacht neue Hoffnung in ihr. Sie hofft, dass ihr Augenlicht vielleicht doch noch zurück kommen könnte. Diese Hoffnung konnte ich so gut nachvollziehen. Ich konnte mich richtig in Maggie hineinversetzen. Auch wenn sie nicht der sympathischste Charakter ist, ist sie doch sehr authentisch beschrieben. Und das wiederum macht sie sehr liebenswert.

Ben ist einfach zum lieb haben. Er ist überhaupt nicht auf den Mund gefallen, obwohl auch er vom Schicksal nicht gut behandelt wurde. Trotz seiner Krankheit sieht er die Welt so positiv und geht fröhlich durch seinen Alltag. Ein bewundernswertes Kind.

Natürlich darf hier auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die aber „Gott sei dank“ wirklich nur am Rande vorkommt. Zu viel davon hätte auch nicht gepasst, denn es würde diese ungewöhnliche Thematik zerstören. Für mich war es genau das richtige Verhältnis.

Am Ende entwickelt sich die Story in eine Richtung, die ich wirklich nicht vermutet hätte. Das hat mich doch ein wenig umgehauen und auf den letzten Seiten habe ich gefiebert und gebetet.

Wenn ihr eine spannende, zeitweise traurige aber auch schöne Geschichte wollt: LEST DAS BUCH! Es lohnt sich.

 

Meine Bewertung: 

 

 

Die Autorin:

Marci Lyn Curtis wuchs in Nordkalifornien auf, wo sie Biologie studierte. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einem Dackel in Maryland. „Alles, was ich sehe“ ist ihr erster Roman. [Quelle: Carlsen Verlagsseite]

 

deutsche Übersetzung: Nadine Püschel
Erscheinungsdatum:
 
18.03.2016
Verlag: Königskinder (Carlsen)
Seiten: 432
ISBN: 978-3551560223
Preis:  18,99 € (gebunden) / 10,99 € (eBook)

 

Vielen dank an NetGalley , den Königskinder Verlag (Carlsen) und natürlich die Autorin für das Rezensionsexemplar

 

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

 

Ein Gedanke zu „[Buch-Rezension] „Alles, was ich sehe“ von Marci Lyn Curtis

  1. Deine Rezension macht mich wirklich sehr neugierig auf das Buch und ich bin froh, dass ich es dank dir in meinem Regal stehen habe. 😀 Allerdings scheint momentan nicht so richtig die Zeit dafür zu sein, weil einfach die nötige Ruhe fehlt, aber ich hoffe, das ändert sich bald. 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Maike

    PS: Ich habe übrigens nichts gegen Liebesgeschichten in solchen Büchern. Jeder sollte eine Liebesgeschichte bekommen. Liebe macht die Welt besser! <3

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